Themen aus dem Ortsverband und dem Stadtbezirksbeirat Nord-West (Auswahl):
Schulsport in Möckern
Dauerbrenner ANKER und G.-Schumann-Straße
Stadtteilbibliothek zieht um
Kleingartenpark Rosental
Leipzig – Hauptstadt der Kleingärtner
Weitere Themen
Schulsport in Möckern
Der bisher wohl größte Erfolg in der Geschichte des Stadtbezirksbeirates Nordwest war die kürzlich erfolgte feierliche Eröffnung der Sporthalle für das Heisenberg-Gymnasium und die 39. Grundschule. Diese Dreifeldhalle mit integrierter Speiseversorgung ist unverzichtbar zur Gewährleistung eines ordnungsgemäßen Sportunterrichtes für diesen Schulstandort, bietet ein angenehmes Umfeld für die Schülerspeisung und verbessert darüber hinaus das Sportflächenangebot für Sportvereine im Leipziger Norden. Das Bauvorhaben war seit langem überfällig. Nachdem der Stadtbezirksbeirat das Thema Anfang 2006 zur Wichtigen Angelegenheit erhoben hatte, kam Bewegung in das zuvor eher zögerliche Verwaltungshandeln, innerhalb von 4 Jahren wurden Planungsbeschluss, Architektenwettbewerb, Baubeschluss, Fördermittelverfahren und letztendlich die eigentliche Baumaßnahme erfolgreich absolviert. Mit seiner hochwertigen Fassadengestaltung prägt die Halle nun das Ortsbild von Möckern und wertet das an vielen Stellen eher trostlose Erscheinungsbild der G.-Schumann-Straße auf.
Dauerbrenner ANKER und G.-Schumann-Straße
Sowohl die Sicherung und bauliche Aufwertung des Soziokulturellen Zentrums ANKER als auch die vielfachen Problemlagen an der G.-Schumann-Straße, der wichtigsten Magistrale des Leipziger Nordens, beschäftigen den Stadtbezirksbeirat seit Beginn seiner Arbeit.
Dank langjähriger Lobbyarbeit des Beirates konnte der ANKER als unverzichtbares Kultur- und Jugendzentrum in seiner Existenz gesichert werden. Der letzte kleine Etappenerfolg auf diesem langen Weg war die Finanzierung und Durchführung dringend notwendiger Arbeiten an Elektroanlage und Entlüftung. Aufwendigere Bauarbeiten bis hin zu einem Ersatzneubau für das marode Eckhaus Wolffstraße/Renftstraße stehen auf der Tagesordnung und sind in der mittelfristigen Finanzplanung der Stadt für 2012 vorgesehen.
Ein Lichtblick für die G.-Schumann-Straße, die lange Zeit von der Stadtverwaltung eher stiefmütterlich behandelt wurde und für die es im Abschnitt Möckern/Wahren bisher keinen städtebaulichen Fördertopf gab, ist die Aufnahme in die Förderprogramme EFRE (EU) und Aktive Stadt- und Ortsteilzentren (Bund/Länder). Eine wichtige formale Voraussetzung für die Wirksamkeit dieser Programme ist die Festlegung des konkreten (grundstücksgenauen) Gebietszuschnittes für die Fördergebiete. Für das Zentrenprogramm wurde dieser Gebietszuschnitt kürzlich vorgelegt.
Stadtteilbibliothek zieht um
Nicht durchsetzen konnte sich der Stadtbezirksbeirat mit seinen Bedenken gegen den Umzug der Stadtteilbibliothek aus der AXIS-Passage in das neue Stadtteilzentrum Gohlis. Aus Sicht des Beirates ist der Umzug nicht erforderlich, geht von falschen Prämissen aus und erhöht unnötig die von den Städtischen Bibliotheken zu tragende Miet- und Betriebs-kostenlast.
Kleingartenpark Rosental
Thema auf der Maisitzung des Beirates ist u.a. der geplante Kleingartenpark Rosental. Die insgesamt 13 Kleingartenanlagen zwischen Waldstraße und Auensee sollen zu einem Kleingartenverbund, u.a. mit verbesserten und durchgehenden Wegebeziehungen sowie einheitlichem Design, zusammenwachsen und das Naherholungspotenzial am südlichen Rand von Gohlis und Möckern verbessern.
Leipzig – Hauptstadt der Kleingärtner
Mit über 200 Kleingartenvereinen und ca.100.000 Mitgliedern sind Leipzigs Kleingärtner
bundesweit Spitze. Zu Recht, ist doch Leipzig gewissermaßen die Geburtsstätte der deutschen
Kleingartenbewegung, gegründet vor weit über hundert Jahren durch Dr. Schreber und Dr.
Hauschild.. Die Grundidee war die Schaffung von Kinderspielplätzen, die Gärten kamen erst später
hinzu. Den Menschen sollte in der entstehenden Industriegesellschaft der Aufenthalt und die
Betätigung in der freien Natur ermöglicht werden. Kleingärten erfüllten also eine soziale Aufgabe.
In den Zeiten der DDR waren sie oft privater Rückzugsort. Aber der sozialistische Alltag machte
auch hier nicht halt, die Obst- und Gemüseerträge flossen in den Volkswirtschaftsplan ein.
Dies trieb gar seltsame Blüten: da die Aufkaufpreise höher als die Verkaufspreise waren, konnte
man seine eigenen Tomaten billig kaufen und dann noch mal teuer aufkaufen lassen.. Nach der
Wende waren die Gärten erst mal von einer Flaute betroffen, man reiste und sah sich in der Welt
um.
Doch in den letzten Jahren hat sich das Ganze stabilisiert. Das Kleingartenwesen hat sich neu
ausgerichtet, oder besser gesagt: es ist zu seinen Wurzeln zurückgekehrt. Denn es erfüllt wieder im
hohen Maß soziale Aufgaben .Wie z.B. die Tafelgärten: hier wird über einen Verein und die ARGE
in leerstehenden Gärten Obst und Gemüse für Bedürftige angebaut und durch die Leipziger Tafel
verteilt. Weitere Projekte sind die Seniorengärten für ältere Mitbürger, denen ein eigener Garten zu
viel Arbeit macht. Aber auch mehr als 160 Kinderspielplätze gibt es in den Anlagen..
Durch das Öffnen der Anlagen und eine intensive Zusammenarbeit entstehen sogenannte
Kleingartenparks, die der gesamten Bevölkerung als Erholungsort zur Verfügung stehen.
Deshalb haben wir als CDU die Aufgabe, dieses wertvolle bürgerschaftliche Engagement zu fördern
und zu unterstützen. Die Senioren-Union hat zusammen mit dem Ortsverband Nord der CDU schon
einige öffentliche Veranstaltungen durchgeführt, um solche Projekte bekannt zu machen. In der
letzten Veranstaltung konnten wir als Gast unseren Kreisvorsitzenden Herrmann Winkler MdL
begrüßen (Foto). Ein wichtiger Punkt ist auch meine Arbeit als Vertreter der Stadtratsfraktion im
Kleingartenbeirat der Stadt Leipzig. So ist es uns gelungen, ein vertrauensvolles Verhältnis zu
schaffen.
(Stadtrat Konrad Riedel)
Weitere Themen
In den letzten Monaten zu Gast waren u.a. der für Möckern und Wahren zuständige Bürgerpolizist des Polizeireviers Nord sowie der für den nördlichen Auenwald verantwortliche Revierförster der Abteilung Stadtforst im Amt für Stadtgrün und Gewässer.